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NeuntklässlerInnen vertiefen Inklusionsprojekt gemeinsam mit eingeladenen Organisationen

12.05.2026 VertreterInnen des Colegio San Marcos, der Blindenorganisation Ciegos del Sur sowie von AINFACO teilten ihre Erfahrungen mit unseren NeuntklässlerInnen, die die Entwicklung einer App zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen planen.


Ziel des Projekts ist es, die Herausforderungen kennenzulernen, denen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Alltag begegnen und Lösungen zu entwickeln, die ihre Selbstständigkeit und soziale Inklusion fördern.


Die Aktivität fand am 6. Mai in den jeweiligen Klassenräumen statt. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten in Gruppen und führten direkte Gespräche mit den eingeladenen Gästen. Jede Gruppe hatte jeweils 15 Minuten Zeit für den Austausch, bevor rotiert wurde, sodass alle Teilnehmenden unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven kennenlernen konnten.


An der Veranstaltung nahmen Cintia Navarrete, Ergotherapeutin des Colegio San Marcos, Alejandra Reyes (Präsidentin der Blindenorganisation Ciegos del Sur), Alejandro Conejeros (Sekretär Ciegos del Sur), Jorge Ollarzo (Mitglied Ciegos del Sur) sowie seitens AINFACO (Vereinigung von Gebärdensprachdolmetschern und Kommunikationshelfern in Chile) Gladys Mora (Lehrerin für Gebärdensprache) gemeinsam mit den Gebärdensprachdolmetscherinnen Bárbara Silva und Carolina Herrera teil.


Das Treffen war Teil der Diagnosephase des von den Schülerinnen und Schülern entwickelten Projekts. Zuvor hatten sie bereits theoretische Grundlagen zur chilenischen Gesetzgebung Nr. 20.422 sowie zu Themen wie Behinderung, Inklusion, Diskriminierung, Barrieren im Alltag sowie schulischer und gesellschaftlicher Verantwortung erarbeitet. Auf Grundlage der gesammelten Informationen werden die Schülerinnen und Schüler nun die Planung und Entwicklung eines App-Prototyps vorantreiben, die Menschen mit Behinderungen im Alltag unterstützen soll.


Der Austausch ermöglichte es den Jugendlichen, konkrete Lebensrealitäten kennenzulernen und im direkten Dialog ein tieferes Verständnis für die Bedeutung einer inklusiveren und barrierefreien Gesellschaft zu entwickeln. Obwohl einige Schülerinnen und Schüler anfangs noch zurückhaltend waren, entstand schnell ein engagiertes und offenes Gesprächsklima. Zudem wurde die Möglichkeit eines weiteren Treffens in Aussicht gestellt, bei dem die fertigen Projekte präsentiert und gemeinsam hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit reflektiert werden sollen.


Organisiert wurde die Aktivität von den Lehrerinnen Carolina Gómez und Anita Schwarzenberg aus dem Fachbereich Technologische Bildung.


Wir bedanken uns herzlich beim Colegio San Marcos, bei der Organisation Ciegos del Sur und bei AINFACO für ihre Offenheit, ihre Zeit und ihre Bereitschaft, diese wertvolle Lernerfahrung mit unseren Schülerinnen und Schülern zu teilen.